Die qualifizierte Leichenschau am Fundort

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Die bisherige Leichenschau in Deutschland wird vielfach als unzureichend bewertet. Häufig fehlen standardisierte Abläufe, was zu Unsicherheiten und Ungenauigkeiten führen kann. Die qualifizierte Leichenschau setzt hier an und ergänzt die klassische Untersuchung durch eine strukturierte, fachlich fundierte Vorgehensweise.

Im Mittelpunkt steht nicht nur die äußere Untersuchung des Leichnams, sondern auch die sorgfältige Berücksichtigung der Auffindesituation. Hinweise aus dem Umfeld – etwa Spuren, Begleitumstände oder Auffälligkeiten – werden dokumentiert und in die Bewertung einbezogen.

Warum ist aber der Fundort so wichtig?

Hier können erste Hinweise verborgen liegen: etwa Spuren am Boden, Merkmale wie Schleifbewegungen, die Beschaffenheit des Untergrunds, Wetterbedingungen, Hinweise auf Tiere oder das Vorhandensein von Zeugen. Auch der Zustand bei häuslichen Szenarien – etwa verschlossene Türen, Hinweise auf Suizidabsichten, Medikamente oder ungewöhnliche Umstände – kann einen entscheidenden Hinweis liefern.

Auch äußere Details wie Kleidung, Haltung, körperliche Hinweise (z. B. Totenflecke, Starre, Gerüche oder sichtbare Verletzungen) werden betrachtet – ohne Eingriffe wie bei einer Obduktion, aber mit äußerster Sorgfalt.

Sind während der Untersuchung Anzeichen für ein nicht-natürliches Geschehen erkennbar, wird das Verfahren sofort gestoppt und die Polizei eingeschaltet.

Die qualifizierte Leichenschau ist effektiver, weil sie strukturierte und nachvollziehbare Ergebnisse liefert – und damit eine verlässliche Grundlage für Transparenz, Kostenkontrolle und nachhaltige Qualitätsoptimierung in Einrichtungen schafft.

Die Vorteile der qualifizierten Leichenschau auf einem Blick

Kostenersparnis

Vermeidung von Folgekosten durch präzisere Feststellungen und eine verlässliche Dokumentation.

Effizienz

Klare Abläufe erleichtern die Durchführung und beschleunigen Prozesse.

Transparenz

Ergebnisse sind nachvollziehbar und bieten Sicherheit für Angehörige, Institutionen und Behörden.

Qualitätsoptimierung

Ein wichtiger Baustein für das Qualitätsmanagement in Kliniken und Einrichtungen.

Gerade für stationäre Einrichtungen ist dies von enormer Bedeutung

Die Plausibilitätsprüfung auf Basis der qualifizierten Leichenschau bietet Einrichtungen einen klaren Mehrwert: Sie schafft Transparenz, erhöht die Effizienz, reduziert Kostenrisiken und stärkt das Qualitätsmanagement. Durch eine strukturierte und nachvollziehbare Vorgehensweise lassen sich Unsicherheiten vermeiden und die Zuverlässigkeit der Ergebnisse deutlich steigern. Eine Lösung, die sowohl medizinisch als auch organisatorisch überzeugt – und für Kliniken wie Behörden gleichermaßen interessant ist.

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Bildunterschrift

Sind Sie an dem Konzept der qualifizierten Leichenschau für Ihre Einrichtung interessiert?

Ihr direkter Ansprechpartner

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie sich die qualifizierte Leichenschau in Ihre Strukturen integrieren lässt, steht Ihnen das Team des Institut Rechtsmedizin Verden für ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung.

Wir arbeiten mit folgenden Institutionen zusammen

bdk - Bund deutscher Kriminalbeamter e.V.
Fachhochschule (für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege) MV

Der Verein

Wir stellen eine kompetente Plattform für interdisziplinäre Fortbildung und Vernetzung im Bereich Rechtsmedizin und Todesermittlung. Durch regelmäßige Tagungen stärken wir den interdisziplinären Austausch, fördern Qualitätsstandards und dienen als Forum für fächerübergreifende Problemlösungen in forensisch relevanten Fragen.

Ihr Kontakt zu uns

c/o J. Knipp
Am Güstrower Tor 16
19055 Schwerin

Telefon: 05952-941652
E-Mail: j.knipp@interfafo.de